Kegelclub “Ärm Söck”


Gegründet wurde der Club am 30.08.1974. Der erste Kegelort war der “Bürgerhof” in Paffendorf. Zuerst waren wir – wenn mich nicht alles täuscht – 17 Mitglieder, was dem Kegeln an sich nicht besonders zuträglich war. Selber kam man nur relativ selten an die Reihe, und der Lärm, wenn 17 Leute sich unterhalten, ist natürlich auch entsprechend.

Am Wochenende 21.-23.08.2009 fand unsere diesjährige Kegeltour statt. Diesmal ging es in das ehemalige Grenzgebiet zur DDR nämlich nach Duderstadt in Eichsfeld. Auf der Hinfahrt haben wir einen Abstecher nach Hannoversch Münden am Zusammenfluß von Fulda und Werra zur Weser gemacht. In der schönen Altstadt mit sehr vielen Fachwerkhäusern wurden wir allerdings vom Regen überrascht. Schirme mussten her, der Händler hat sich gefreut. In Duderstadt selbst haben wir dann gleich einen Stadtrundgang mit einem netten Führer gemacht, der uns viel über die ältere und jüngere Geschichte erzählen konnte. Samstags haben wir der Kurstadt Bad Lauterberg einen Besuch abgestattet, sind mit dem Sessellift auf den Hausberg gefahren und haben bei sehr schönem Wetter die Aussicht auf den Ort genossen. Nachmittags gings dann zum Europäischen Brotmuseeum nach Ebergötzen. Auch hier hat uns wieder ein freundlicher Herr die dort stehende Bockmühle erklärt. Der Abend war einem 5-Gang-Menue mit späteren Kartenspielen getrennt nach Geschlechtern vorbehalten.
Auf dem Heimweg am Sonntag haben wir dann noch dem Grenzlandmuseum Eichsfeld einen Besuch abgestattet. Es war zum Teil schon sehr bedrückend, die Zustände und die Schwierigkeiten der Menschen in der ehem. DDR so eindrucksvoll geschilder zu bekommen.
Also: Kegeltour nicht nur Essen und vor allem Trinken – pah – das war “Kultur pur”

Aus den Anfangzeiten gibt es wohl kaum noch Bilddokumente, nur sei an einige Begebenheiten erinnert.

So erinnere ich mich noch sehr wohl an die Kegeltour nach Weinähr an der Lahn. Die dort abgehaltene Jahreshauptversammlung hatte wohl historische Ausmaße. Nicht nur, dass über den Ort der nächsten Kegel-tour heftigst diskutiert wurde, z.B. Moskau, Thailand, sondern hier war auch die Frage zu klären, ob Schwangerschaft Krankheit sei, denn nur bei krankheitsbedingtem Fehlen verfiel der auf den Einzelnen bei der Kegeltour entfallenden Kassenanteil nicht. Es gab unheimlich heiße Diskussionen, von selber Schuld bis zu der Einsicht, dass dies wohl ein Sonderfall ist. Der Protokollführer war nicht zu beneiden.

Schön war auch die Kegeltour nach London, vor allem wenn man die damalige Mode in Betracht zieht. Einige der Frauen waren auf den damals durchaus üblichen sehr hohen Absätzen unterwegs, was den Strapazen einer Städtetour nicht gerade förderlich war. Es gab auch für einige von uns einen wohl sehr schönen und feuchten Nachmittag in einem Pub (war selbst nicht dabei). Eine der Frauen hat sich einen schönen Lapsus geleistet, sie wollte eine Frikadelle werden. (I become a beafsteak).

Vor einer Kegeltour nach München hatte einer getönt, wenn er bei einem Spaziergang durch den “Englischen Garten” die erste Nackte sieht, würde er einen Kopfstand machen. Kaum im “Englischen Garten” angekommen, waren bei dem damals sehr schönen Wetter, die ersten Nackten zu sehen. Wohl zu groß getönt, der Kopfstand war fällig.

Abend sind wir dann mal im Brauhaus “Matthäser” eingekehrt. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einem Sexshop vorbei, bei dem u.a. die Liebeskugeln angeboten wurden. Im Verlauf des feuchtfröhlichen Abends wollte dann jemand unbedingt die Liebeskugeln kaufen gehen. Er kam nur bis zum eisernen Kleiderständen und hat sich dort prompt eigene Kugeln in Form von Beulen geholt.

Die Kegeltour nach Santa Susanne wurde für mich zu einem unvergesslichen Erlebnis. Beim Heimweg von einem fröhlichen Abend habe ich mir den Fuß gebrochen. Sechs Wochen Gips und das große Gelächter waren mir sicher.

Bei unserer Kegeltour nach Paguera auf Mallorca hatte es der letzte Abend in sich. Um ca. 3.30 Uhr hatten wir dann ein Einsehen mit den Wirtsleuten und haben uns auf den Heimweg zum Hotel gemacht.

Der Portier hatte sein Späßchen. Alle waren mehr oder weniger stark angeheitert. Als dann einer mitten in der Drehtür stand, hat der Portier einfach den Mechanismus abgestellt und der, der in der Drehtür stand kam erst dann raus, als der Portier genug Spaß gehabt hatte.

Unsere heutigen Kegeltouren gehen inzwischen sehr gesittet zur. Bevorzugt werden jetzt Städetouren über ein verlängertes Wochenende gemacht so z.B. nach Prag und Dresden. Wir waren auch schon in Paris, Brügge, Wien und Berlin.

Heute umfasst der Kegelclub 12 Mitglieder. Von den Gründungsmitgliedern sind noch bzw. wieder dabei Inge und Wolfgang Klug, Ferdi und Vera Rosenkranz (beide mit Unterbrechungen), Toni Schmitz sowie Hans Bert und Hella Harzendorf (Hella mit Unterbrechungen). Weiterhin geöhren dem Club an Edith Schmitz, Trudi und Peter Josef Drexler sowie Karin und Andy Rixen.

Wir kegeln mit Zwischenstationen und Bedburg-Broich, Bergheim (Tennishalle und Steakhaus Fia) seit einigen Jahren in Kaster.

Jährlich einmal werden die Pokale bei den Damen und Herren ausgekegelt. Für das Jahr 2007 waren die Sieger Karin Rixen und Peter Josef Drexler.

Am 26.05.2007 haben wir den Kölner Dom auf eine nicht alltägliche Art besichtigt. Wir haben unter der sachkundigen Führung des Leiters des Dombauarchivs, Herrn Dr. Klaus Hardering, die Gewölbe des Doms besichtigt. Nach einer doch sehr wackeligen Fahrt mit dem Bauaufzug an der Bahnhofseite boten sich uns beindruckende Einblicke in die Entstehung des Doms im Dachstuhl des Langhauses sowie der Querschiffe.

Die Aussicht in die Umgegend war leider durch das diesige Wetter etwas getrübt trotzdem war aber sehr imponierend, was aus dieser Höhe alles zu sehen war. Mehr Fotos sind unter “Fotos” zu sehen und stehen zum download bereit.

Nach diesem etwas anstrengendem Programm ging es dann zum gemütlichen Teil über. Im “Brauhaus Malzmühle” wurde dann ausgiebig gemüffelt und gesüffelt. Vor der abschließenden Heimreise wurde dann noch ein Absacker im Brauhaus Peters eingenommen. Wieder zurück in Bedburg öffnete der Himmel seine Pforten und hat uns dann noch eine kräftige Dusche verpaßt.

Der Höhepunkt des Jahres war dann unsere Kegeltour vom 22.06 bis 24.06.2007 in die Freie- und Hansestadt Bremen . Gut gelaunt ging es am Freitag vom Bahnhof Bedburg auf unsere Reise. Nach einer etwas längeren Pause im “Ausland” (Düsseldorf) ging es dann mit dem IC nach Bremen. Im Zug dann die erste Überraschung. Eine kleines Pittermännchen Gaffel-Kölsch von der ausgefallenen Meisterfeier des FC Schalke 04. Die Dose hat nur nicht lange gehalten. Nach dem Einchecken im Hotel ging es sofort zu einem geführten Rundgang durch die Altstadt, die Schnoor und die Böttcherstraße.

Am Abend dann in unserem Hotel ein Fischmenue passend zur Lage der Stadt in der Nähe der Nordsee.

Der Samstag begann – nachdem wir die Brücke über die Weser überquert – hatten mit einer extremen Regenschauer, bei der wir uns allerdings unterstellen konnten. Jetzt ging es mehr oder weniger auf eigene Faust und in Grüppchen durch die Schnoor. Treffpunkt war dann am Nachmittag die Ständige Vertretung, wo dann einige Kölsch konsumiert wurden. Das Abendessen nahmen wir im Ratskeller ein, der Abend klang aus in der Bar unseres Hotels, wo es zwar kein Kölsch mehr gab, es aber dennoch sehr lustig wurde.

Der Sonntagvormittag wurde zu einem Besuch in Vegesack genutzt, wo wir das Schulschiff “Deutschland” besichtigen konnten. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Ständigen Vertretung, wo wir uns vorsoglich für die Rückfahrt stärkten ging es dann wieder Richtung Heimat. Wer meinte, das wäre eine so einfache Sache sah sich getäuscht. Bis Hagen lief ja alles noch ziemlich normal. Hier aber gab es einen Aufenthalt von ca. 15 Minuten. Jetzt musste “gezittert” werden. Der Anschluß in Wuppertal klappte zwar noch, weil der RE ja hinter unserem IC herfuhr. In Neuss allerdings war unser Zug bereits ca. 5 Minuten vorher losgefahren. An sich ja nicht so schlimm – nur das war für diesen Tag der letzte Zug Richtung Bedburg. Da wir in Neuss an einen “sehr kompetenten” Mitarbeiter der Bahn geraten waren, der uns auch nicht weiterhelfen konnte oder wollte, haben wir unsere Kinder angerufen, die uns dann abgeholt haben. Eine Erlebnisreise wie sie wohl nur bei der Bahn möglich ist, ging dann zu Ende.

Auch in 2008 gab es ein Pokalkegeln. Am Tag nach Weiberfastnacht gab es eine Überaschung und eine große Überraschung. Zur großen Überraschung gewann Hella den Damenpokal. Auch Wongis Sieg beim Herrenpokal war nicht unbedingt vorauszusehen.

Am Wochenende 13.-15.06.2008 fand unsere Kegeltour statt. Nachdem wir uns im Vorjahr so langsam an die Nordsee vorgearbeitet haben, haben wir in diesem Jahr Norden-Norddeich einen Besuch abgestattet. Diese mal sind wir wieder mit unseren eigenen Autos gefahren. Freitags morgen ging es dann nach einem Zwischenstop in Pulheim (hier wohnt unser einziges auswärtiges Kegelpaar Toni und Edith Schmitz) ab Richtung Norden. Unterwegs war das Wetter einfach grausig, wie es auch vorhergesagt war. Aber kaum waren wir im Norden angekommen, war das schlechte Wetter wie weggeblasen – und das ist wörtlich zu nehmen. Nach dem guten Abendessen haben wir dann den 1. Tag in der Hotelbar mit viel Friesengeist ausklingen lassen. Für samstags stand ein Besuch auf der Insel Norderney auf dem Programm. Den 2. Abend haben wir etwas ruhiger angehen lassen. Erstaunlich war, dass alle Männer an diesem Abend vor den Frauen im Bett lagen, diese haben sich derweil beim SkipBo-Spiel vergnügt.

Nach dem wir uns die Seehundaufzuchtstation in Norden angesehen haben, sind wir in das Fischerdorf Greetsiel gefahren. Ein schöner Hafen mit Fischkuttern, schöne frisische Häuser und Geschäfte, zwei Windmühlen und nicht zuletzt das schöne Wetter haben uns hier zum verweilen eingeladen.

Einige weitere Bilder sind in der Galerie zu sehen.

Natürlich gab es auch für 2009 ein Pokalkegeln. Das fand diesmal am Freitag, den 13. Februar 2009 statt.
Es gab sehr knappe und ausgeglichene Ergebnisse. Bei den Frauen siegte Karin im Stechen gegen Inge. Beide hatten nach Abschluß des Kegelns 70 Punkte sodaß ein Stechen erforderlich war.
Bei den Männern siegte Peter Josef mit 2 Punkten Vorsprung vor den Punktgleichen Wongi und Toni.
Auch unsere diesjährige Kegeltour wurde schon festgemacht. Dieses Jahr geht es nach Duderstadt im ehemaligen Grenzgebiet zur DDR.

Am Wochenende 21.-23.08.2009 fand unsere diesjährige Kegeltour statt. Diesmal ging es in das ehemalige Grenzgebiet zur DDR nämlich nach Duderstadt in Eichsfeld. Auf der Hinfahrt haben wir einen Abstecher nach Hannoversch Münden am Zusammenfluß von Fulda und Werra zur Weser gemacht. In der schönen Altstadt mit sehr vielen Fachwerkhäusern wurden wir allerdings vom Regen überrascht. Schirme mussten her, der Händler hat sich gefreut. In Duderstadt selbst haben wir dann gleich einen Stadtrundgang mit einem netten Führer gemacht, der uns viel über die ältere und jüngere Geschichte erzählen konnte. Samstags haben wir der Kurstadt Bad Lauterberg einen Besuch abgestattet, sind mit dem Sessellift auf den Hausberg gefahren und haben bei sehr schönem Wetter die Aussicht auf den Ort genossen. Nachmittags gings dann zum Europäischen Brotmuseeum nach Ebergötzen. Auch hier hat uns wieder ein freundlicher Herr die dort stehende Bockmühle erklärt. Der Abend war einem 5-Gang-Menue mit späteren Kartenspielen getrennt nach Geschlechtern vorbehalten.
Auf dem Heimweg am Sonntag haben wir dann noch dem Grenzlandmuseum Eichsfeld einen Besuch abgestattet. Es war zum Teil schon sehr bedrückend, die Zustände und die Schwierigkeiten der Menschen in der ehem. DDR so eindrucksvoll geschilder zu bekommen.
Also: Kegeltour nicht nur Essen und vor allem Trinken – pah – das war “Kultur pur”

Auch für das Jahr 2010 gab es ein Pokalkegeln. Auf den Spitzenplätzen landeten wieder alte Bekannte, wenn das ganze auch diesmal sehr knapp ausging:
Bei den Damen siegte Karin im letzten Wurf mit 69 Holz vor Hella mit 68 Holz und Edith mit 64 Holz. Bei den Herren wieder mal Toni vorne mit 77 Holz gefolgt von Peter Josef mit 76 und Wongi mit 72 Holz.

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